Als erstes benötigt man zum Nachbau folgende Teile: - · eine 0,33l Getränkedose (Alu) beliebiger Marke
- · ein Taschenmesser (z.B. Victorinox, Modell 'WorkChamp') mit Dosenöffner
- · einen Edding, fein, zum Anzeichnen der Schnittlinien
- · ggf. viele Pflaster... :-))
Der erste Arbeitsschritt besteht darin, den Innenteil des Dosendeckels zu entfernen (Bild 1, Bild 2). Dazu habe ich den Dosenöffner meines o.a. Taschenmessers benutzt. Das ganze dauert zwar etwas, und ist auch ein wenig kniffelig, funktioniert aber. Wichtig ist
hierbei, dass der Einschnitt genau in der Rille bzw. Vertiefung zwischen Außenrand und Mittelteil liegt.
Nun bohrt man mit der Stech-Bohrahle des Taschenmessers oder mit der Spitze eines sehr spitzen Küchenmesser die kleinen Brennerlöcher in der oberen schrägen Rand der Dose (Bild 3). Die Löcher sollten ca. 1 mm groß sein, und einen Abstand von ca. 5mm zueinander haben. Sie werden nicht genau in die Mitte der Schräge gebohrt, sondern eher 1-2 mm
zum oberen Rand hin. Dies verbessert die gesamte Flammenerzeugung während des Betriebes. Als nächstes wird die Dose in drei Teile zerschnitten (Bild 4), hierzu markiert man vorher die zwei Schnittkanten bzw. -linien mit einem Edding o.ä.. Die Dose ist insgesamt 115 mm hoch; die einzelnen Maße der drei Segmente findet man hier (Bild 4a). Zum Schneiden benutzt man entweder das Taschenmesser, oder besser Muttis
o.a. Küchenmesser. Das spart das spätere Nachschleifen des eigenen Taschenmessers... :-)) Jetzt wird das Mittelteil bzw. -blech einmal senkrecht aufgeschnitten, am besten mit einer robusten Küchenschere, und in den Falz- bzw. Pressrand des umgedrehten Oberteils (Bild 5) eingepasst (Bild 5a, Bild 6). Hierzu wird zunächst das ungefähre Maß bzw. der Umfang des innenliegenden Pressrandes
(siehe rote Pfeile im Bild) per Blech-Einsteckversuch ermittelt, und dann das Blech nach diesem Maß mit zwei ineinandergreifenden Biege- bzw. Falzlaschen versehen (Bild 7). Nochmals das Maß durch loses Einstecken überprüfen, und dann das Blech an den Laschen zusammenstecken und mit der Zange des Taschenmessers oder einer anderen (Kombi-)Zange zusammenpressen. Vor dem Einsetzen unseres 'Kaminrohres' werden in das Oberteil nun noch vier ca. 10mm
lange Einschnitte eingebracht; sie sollten sich ungefähr gegenüberliegen (also im Abstand von jeweils ca. 90°). Sie haben die Aufgabe, dass das Oberteil sich beim späteren Zusam- menstecken mit dem Unterteil (auf-)weiten kann (Bild 8). Jetzt ist es soweit: Zum Zusammenbau des Brenners steckt man nun das 'Kaminrohr' in der Falzrand des umgedrehten Oberteils und drückt es fest. Nun wird das Unterteil ebenfalls in das Oberteil gesteckt;
damit es leichter passt, knickt man den Rand des Unterteils vorm Zusammenbau an mehreren Stellen leicht ein. Damit dieser Vorgang ein wenig deutlicher wird, habe ich noch ein kleines (Schnitt-)Bild des fertigen Brenners angefertigt (Bild 9). So, fertig ist (Bild 10)... Nun füllt man den Brenner zum Testen zunächst nur bis zur Hälfte (!!!) mit Spiritus auf (später, wenn alles einwandfrei funktioniert, bis zu 2/3
der Gesamthöhe), denn im Gegensatz zum Original-Trang** ist er eben leider nicht total dicht...! Jetzt entzündet (Bild 11), muss sich der Brenner mit/für ca. 2-3 Tankfüllungen erstmal “einbrennen”, was man an den kleinen, gelben Flämmchen, die das Verbrennen der Farbe anzeigen, deutlich sieht (Bild 12). Nach ca. 5 Minuten sollte der Brenner dann komplett durchgezündet haben; zu erkennen ist dies an den blauen
Flammen, die nun aus den kleinen Löchern im oberen Schrägrand kommen (sollten) (Bild 13). Tja, wenn's nicht geklappt hat, Brenner demontieren, und nochmals alles überprüfen...! Über Verbesserungsvorschläge zur Herstellung und/oder zum Brenner selbst sowie über Erfahrungsberichte würde ich mich freuen!!! Noch ein paar 'technische' Daten zum Brenner: - eine Tankfüllung (Unterkante Schrägrand) hält ca. 30 Minuten
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1l Wasser kocht, wie beim Trang**, im Topf mit Deckel nach ca. 12-15 Minuten
- Unter Windeinwirkung (Böen Stärke 8-10) ging der Trang** aus, die Kopie nicht!!!
Viel Spaß & Erfolg beim Basteln und mit dem 'Dosenbrenner' wünscht Euch Joris Müller (j_k_mueller@web.de ) Download der Bastelanleitung 950 kb Brenner.zip
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